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Wie organisiere ich den perfekten J.G.A / Polterabend?

Die Freundin heiratet. Im besten Fall ist der erste Gedanke „Oh wie schön“ und der nächste dann erst „Oh Gott, ich muss den Junggesellinnenabschied bzw. Polterabend organisieren“. Nicht jede Braut ist begeistert von dem Gedanken in einer Kochschürze mit nacktem Frauenoberkörper Motiv und Schleier die diversen Kneipen unsicher zu machen und auf peinliche Art und Weise die kleinen Mitbringsel an den Mann zu bringen. Gute Manieren am J.G.A / Polterabend ade?

Zuerst fragen:  Was für ein Typ ist meine Freundin?

  • TYP 1: Die Wilde

Sie geht gerne feiern, am besten jedes Wochenende und das mit Sicherheit auch noch nach der Hochzeit. Außerdem ist sie für jeden Spaß zu haben.

  • TYP 2: Die Gemütliche

Sie genießt gerne guten Wein und unter einem gelungenen Abend versteht sie ein nettes Beisammensitzen mit Freunden. Weiterhin hat sie schon oft genug erwähnt wie kindisch sie J.G.A / Polterabende findet, bei denen man bei Wind und Wetter um die Häuser zieht.

  • TYP 3: Die Unkomplizierte

Sie ist eine Mischung aus TYP 1 und 2. Feiern geht sie gerne, aber alles in Maßen, dennoch Langeweile kommt nie bei ihr auf.

TYP 1: Feiern bis in die Puppen

Mit TYP 1 kann man getrost den ganzen bereits oben erwähnten Schabernack treiben. Von lustigen Karaoke-Einlagen, an die sich am Morgen danach lieber keiner mehr erinnert, bis hin zu Versteigerungen der zuküftigen Braut, dürfte wohl alles möglich sein. Wichtig an dem Abend ist nur, dass es ungezwungen ist. Wer gleich mit dem Gedanken loszieht, „heute müssen wir Spaß haben“, geht meistens baden. Immer denken, es ist ein netter Frauenabend, der erst dann zu Ende geht, wenn auch die letzte Bar die Notbremse zieht u Musik aus den 90ern auspackt, um auch die übrig gebliebenen Mohikaner zu vertreiben.

TYP 2: Chardonnay auf der Terrasse

TYP 2 ist in dieser Hinsicht schon ein wenig schwieriger. Langweilig darf es auf keinen Fall werden, denn wer möchte schon seinen letzten Tag „in Freiheit“ in Jogginghose auf der Terrasse verbringen? Vor allen Dingen, wenn der verehrte Verlobte es ganz sicher krachen lässt. Schön zu diesem Anlass ist immer ein Wellness Tempel,  in dem Frau es sich tagsüber gutgehen lassen kann bei ayurvedischen Massagen und Schlammmasken und am Abend im schönen Ambiente trotzdem die Korken knallen. Es gibt lustige Spiele, wie z.B.: eine abgeänderte Form von Tabu, bei dem sich Fragen über die Braut überlegt werden, die dann beantwortet werden müssen (kann auch gerne zum Trinkspiel umfunktioniert werden) oder das wohl berüchtigtste Spiel aller Spiele – Pflicht oder Wahrheit.

TYP 3: Action all day

TYP 3 ist in der Regel pflegeleicht. Gerne kann es schon tagsüber losgehen. Immer eine Überlegung wert – falls Flussnähe gegeben ist: Eine nette Fahrt mit dem Junggesellinnen Boot, welches es mittlerweile schon in jeder größeren Stadt gibt. Symbolisch steht es für die „Fahrt in den Hafen der Ehe“. Es darf getrunken und gescherzt werden, es spielt Musik und mit ein wenig Glück ist der „Gondoliere“ auch nicht zu verachten. Am Abend können Cocktails getrunken werden, wobei der Ausgang der Nacht ganz nach Lust und Laune der zukünftigen Braut entschieden werden sollte.

DONT’S

  • Besser nicht tiefer ins Glas blicken als die zukünftige Braut selbst, denn wenn einer das Privileg nach Hause getragen zu werden genießen darf, dann sie. Gegebenenfalls stützt man sich gegenseitig auf dem Nachhauseweg.
  • Auch zu unterlassen ist den evtl. ansteigenden Alkoholpegel der zukünftigen Braut zu monieren. Es ist ihre Nacht und sobald wird sie wohl keinen weiteren J.G.A / Polterabend feiern.
  • Absolutes No-Go: Als beste Freundin diese Aufgabe einfach von sich zu weisen und der zukünftigen Braut alles selbst zu überlassen.

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