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Hochzeitstorte

Ganz klar, die Hochzeitstorte darf auf keiner Hochzeit fehlen. Sie wird vom Brautpaar nach dem Festessen feierlich angeschnitten. Konditoren lassen beim Backen der Hochzeitstorte ihrer Kreativität freien Lauf. Oft möchte man die Hochzeitstorte überhaupt nicht anschneiden, da sie so schön aussieht.
Traditionell ist die Hochzeitstorte mehrstöckig.

Die Erfindung der Hochzeitstorte geht wahrscheinlich auf England zurück. Die Hochzeitstorte so wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Mit dem Entstehen der Zuckerbäckerei wurde es beim Adel Brauch, dekorierte Torten für Feste backen zu lassen. 1859 wurde die dreistöckige Hochzeitstorte durch die Hochzeit einer Tochter von Königin Viktoria bekannt. Die beiden oberen Stöcke der Hochzeitstorte waren allerdings reiner Zuckerguss. Bei der Hochzeit von Prinz Edward 1882 war die dreistöckige Hochzeitstorte dann auch wirklich eine Torte.

Süße Hochzeitstorten auf mehreren Etagen

Die Hochzeitstorte soll nicht nur gut aussehen, sondern natürlich auch gut schmecken. Die Frage nach dem Geschmack ist wesentlich. Soll sie eher nach Schokolade oder fruchtig schmecken? Für die Verzierung wird meistens Zuckerguss oder Marzipan verwendet. Dann stellt sich auch noch die Frage nach der Farbe. Wenn die Hochzeitstorte farblich passend zur Hochzeitsdeko sein soll, ist diese nicht allzu schwer zu beantworten 🙂

Es gibt folgende Grundformen für die Hochzeitstorte:

  • selbsttragende Form

Diese Form besteht aus mehreren, aber mindestens drei, runden Einzeltorten, die ohne Gestell aufeinander gesetzt werden. So ergibt sich die typische Hochzeitstorte.

  • Etagere

Bei einer Etagere werden einzelne Torten auf einem Gestell platziert. Im Gegensatz zur selbsttragenden Form wirkt die Hochzeitstorte auf einer Etagere größer.

  • Wendelform

Bei der Wendelform handelt es sich um eine Spezialform der Etagere. Das Gestell hat die Form einer Wendeltreppe.

  • Kastenform

Bei dieser Form handelt es sich um eine rechteckige Hochzeitstorte, die meistens nur aus einer Etage besteht.

  • Säulen

Bei dieser Form wird die Hochzeitstorte auf Säulen getragen.

  • Herzform

Für das Fest der Liebe passt natürlich auch eine Hochzeitstorte in Herzform sehr gut.

Hochzeitstorte nach Wunsch des Brautpaares

Waren lange Motive wie Ringe, Herzen, Rosen und Figuren die typische Verzierung auf Hochzeitstorten, kennt die Kreativität heute keine Grenzen. Wobei die Hochzeitstorten in vielen Fällen dann nicht mehr mehrstöckig sind, sondern ein „nachgebautes“ Motiv. Ein Märchenschloss in Form einer Torte ist genauso möglich wie eine Hochzeitskutsche oder eine Weltkugel in Tortenform.

Hochzeitsbrauch: Hochzeitstorte anschneiden

Wie bereits erwähnt schneidet das Brautpaar nach einem alten Brauch die Torte gemeinsam an. Damit wird ein Zeichen für den Zusammenhalt und die Einigkeit in der zukünftigen Ehe gesetzt. Nach einer alten Weisheit heißt es: Wer beim Anschneiden der Hochzeitstorte die Hand obenauf hat, hat auch in der späteren Ehe das Sagen.

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