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Hochzeitsbräuche für den schönsten Tag

Hochzeitsbräuche haben eine lange Tradition. Sie sind zumeist fixer Bestandteil einer Hochzeitsfeier und sollen dem Brautpaar unter anderem Glück bringen. Folgende Bräuche werden direkt am Tag der Hochzeit zelebriert.

  • Geheimnis Hochzeitskleid

Ein Brauch, der wohl immer seltener vorkommt: Der Bräutigam sieht seine zukünftige Frau erst am Hochzeitstag zum ersten Mal im Hochzeitskleid.

  • Reis werfen

Nach der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung werfen die Hochzeitsgäste Reis über das Brautpaar. Mit dem aus dem asiatischen Raum stammenden Brauch wird dem Paar eine fruchtbare Ehe gewünscht.

Bevor dieser Brauch umgesetzt wird, sollte unbedingt Rücksprache mit dem Pfarrer bzw. Standesbeamten gehalten werden. Die durch den Reis verursachte Verunreinigung wird oft nicht gern gesehen. Aus diesem, aber auch aus moralischen Gründen, kommen an Stelle von Reis immer häufiger Seifenblasen zum Einsatz.

  • Blumen streuen

Ebenfalls wie beim Reis werfen wird dem Ehepaar mit diesem Brauch eine kinderreiche Ehe gewünscht. Beim Auszug aus der Kirche gehen Blumenkinder vor dem Paar und streuen Blüten aus ihren Körbchen.

Am besten sollte das Verstreuen der Blüten mit den Kleinen davor geübt werden. Damit dann nicht alle Blüten auf einmal ausgeleert werden 😉 Empfehlenswert ist es auch den Pfarrer vorab zu fragen, ob das Streuen von Blumen kein Problem darstellt.

  • Hochzeitsspalier

Das Brautpaar muss nach Verlassen der Kirche durch ein von Gästen gebildetes Spalier gehen. Die Gäste versuchen dabei, das Brautpaar am Durchlaufen zu hindern. Der Gedanke hinter diesem Brauch ist das gemeinsame Überwinden von Hindernissen wie später in der Ehe.

  • Gemeinsames Baumsägen

Nach der kirchlichen Trauung oder auch dem Standesamt muss das Brautpaar einen dicken Baumstamm durchsägen. Der Brauch demonstriert gemeinsames Handeln voller Glück.

  • Autokorso

Oft wird der Weg von der Kirche zur Location mit Autos zurück gelegt. In einem Autokorso macht das natürlich noch viel mehr Spaß. Die beteiligten Autos hupen während der Fahrt und machen so auf das Brautpaar aufmerksam.

  • Anschneiden der Hochzeitstorte

Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte durch Braut und Bräutigam steht für den Zusammenhalt in der zukünftigen Ehe. Es heißt, dass derjenige, der beim Anschneiden die Hand obenauf hat, auch in der Ehe das Sagen hat.

  • Brautstrauß werfen

Das Brautstrauß Werfen gehört zu den Höhepunkten der Hochzeitsfeier. Die unverheirateten weiblichen Gäste stellen sich in einer Reihe auf. Mit dem Rücken zu ihnen steht die Braut. Sie wirft den Brautstrauß rücklings in die Höhe. Wer den Brautstrauß fängt, soll die nächste Braut werden.

  • Brauttanz

Die männlichen Gäste tanzen mit der Braut. Nach dem Tanz werfen die Gäste Münzen in ein Körbchen. Ursprünglich sollte mit diesem Betrag ein Anteil für die Hochzeitsmusik geleistet werden.

  • Braut über die Schwelle tragen

Der Bräutigam trägt seine Braut über die Türschwelle des gemeinsamen Heims bzw. auch des Hotelzimmers. Der Grund: Man vermutete früher, dass sich die bösen Geister unter der Tür aufhielten. Durch das Tragen über die Schwelle wird die Braut von den Geistern beschützt.

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