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Astrid und Johannes: Ein Ja zueinander mit Familien und Freunden cool gefeiert

Astrid und Johannes haben sich am 13. August 2011 in Linz das Ja-Wort gegeben, während im selben Gebäude das Casting für die ORF-Sendung „Die große Chance“ stattfand (s. Foto oben). Das war aber noch lang nicht das einzig Besondere an der Hochzeit. Hochzeitsdeko aus Kräutern zum Mitnehmen, eine Hochzeitswebsite mit „Lost & Found“-Rubrik, Marillenpago für die Braut sowie ein spezieller Dresscode für Gäste haben den schönsten Tag nicht nur für das Brautpaar einzigartig gemacht.

HOCHZEIT FEIERN: Astrid, Johannes und du habt am 13. August 2011 in Linz geheiratet. Wie ist der Tag abgelaufen?

Astrid:
In der Früh wurden neben dem Frühstück Braut, Brautjungfern, Trauzeugin, Schwester und Brautmama geschminkt und gestylt. Dann ging es JUST IN TIME zum Standesamt. Bei der standesamtlichen Trauung waren nur unsere engsten Vertrauten dabei. Nach dem Mittagessen ging es zurück zur Kirche. Parallel dazu holte unser Hochzeitsshuttlebus die auswärtigen Gäste vom Hotel ab. Nach und nach kamen dann alle Gäste bei der Kirche an, wo sie von uns begrüßt wurden. Im Anschluss an die kirchliche Trauung ging’s auch schon in die Location zum Cocktail-Empfang. Nach dem Essen und der Torte stand für uns noch eine Überraschung am Programm: eine schamanische Hochzeitszeremonie – danach stieg die Hochzeitsparty.

HOCHZEIT FEIERN: Das Besondere an eurer Hochzeit: Ihr habt die Gäste mit einer eigenen Hochzeitswebsite die Zeit eurer Vorbereitungen „miterleben“ lassen. Wie entstand die Idee und was konnten die Gäste alles online erfahren?

Astrid:
Wir wollten einfach, dass unsere Familien und Freunde an diesem Tag nicht nur unsere Gäste sind, sondern ein Teil unseres Hochzeitsfestes. Jeder hatte die Möglichkeit live bei unseren Vorbereitungen dabei zu sein. Die beste Freundin aus Holland, der beste Freund aus Graz, die Eltern aus der Obersteiermark und die restlichen Freunde, die teilweise in Österreich und Deutschland verstreut sind, waren so immer am aktuellsten Hochzeitsplanungszwischenstand.

Wir haben nicht nur ein tolles Feedback bekommen – das wirklich coole war, dass man am Hochzeitsfest nicht nur einmal hörte: „Du bist der/die …, ich hab dich schon auf der Website gesehn…!“ Echt witzig!

HOCHZEIT FEIERN: Hattet ihr bei den Hochzeitsvorbereitungen Unterstützung oder alles selbst gemacht?

Astrid:
Die Organisation haben im Großen und Ganzen wir selbst übernommen. Unterstützung bei der Deko gab’s von meiner Mum, die die Kräuter den Sommer über züchtete und von meinen Brautjungfern, die gemeinsam mit mir bastelten. Bei diversen Locationsbesichtigungs- und Einkaufstouren wurden wir meist von Cornelia und Mathias (Kids von Johannes) tatkräftig unterstützt.

HOCHZEIT FEIERN: Gab es einen Punkt bei der Planung, den du unterschätzt hast?

Astrid: Nein, wenn man weiß, was man will, ist es mit der Planung nicht all zu schwierig. Man darf das Ganze auch nicht „zerplanen“. Viele Dinge und neue Ideen ergeben sich erst während den Vorbereitungen. So eine Hochzeit wächst! Man lernt in dieser Zeit nämlich auch viele neue interessante Menschen kennen, und jeder gibt einem wertvolle Tipps mit auf den Weg!
An alle Bräute: Eine Hochzeit mit allem Drum und Dran lässt sich auch locker in einem halben Jahr – neben dem Job organisieren!

HOCHZEIT FEIERN: Du hast ein wunderschönes Brautkleid getragen. Wie viel Zeit hat die Auswahl des Braut-Outfits – vom Brautkleid bis zu den Brautschuhen – in Kauf genommen?

Astrid: Das mit dem Brautoutfit war so eine Sache … Nach drei erfolglosen Besuchen in Brautmodengeschäften, hab ich mich ins Internet gehängt und MEIN Kleid rausgesucht und sogleich auch bestellt – maßgeschneidert. Ich würde es wieder so machen. Ich hab das Kleid, das mir 100% gefällt einfach in keinem Laden gefunden. Liebe zukünftige Bräute lasst euch auf keinen Fall unter Druck setzen – es kommt das Kleid, bei dem man weiß: DAS IST ES!!! 🙂
Wie viel Zeit man dafür braucht hängt eigentlich ganz davon ab, wie konkret die eigenen Vorstellungen und Wünsche sind. Wenn man flexibel ist, findet man auch an einem Nachmittag das komplette Outfit.

HOCHZEIT FEIERN: Ihr hattet auch einen besonderen Dresscode von euren Gästen gewünscht. Wie sollte dieser sein?

Astrid: Ja, genau und der hat gelautet: Jeder muss in dem Outfit kommen in dem er sich wohlfühlt und den ganzen Tag/Abend mit uns feiern kann. Wir hatten auch sehr geniale Outfits dabei, angefangen von Dirndl und Lederhose, einem original-mexikanischen Outfit bis hin zum steirischen Kilt. Genau so haben wir uns das vorgestellt! Einzig meine holländische Freundin ist nicht in Holzschuhen gekommen … 🙂

HOCHZEIT FEIERN: Auch eine sehr schöne Idee: Eure Gäste konnten sich nach der Hochzeit bei der Hochzeitsdeko „bedienen“.  War die Hochzeitsdeko selbst gemacht?

Astrid: Die Gäste sollten sich nicht nur nach, sondern auch schon während der Hochzeit an der Deko „bedienen“! Da ich ein absoluter (Wild-)Kräuterfan bin, hatten wir gemeinsam mit unserem kreativen Caterer – tat:motiv – die Idee, Kräuter auf die Tische zu stellen, die sich die Leute dann in den Salat auf das Gemüse/Fleisch oder in den Prosecco schnipseln sollten. Irgendwie wurde meinen Kräuterkenntnissen aber nicht sonderlich getraut, es haben sich nur die wenigsten bedient 😉 Toller Nebeneffekt – nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Location duftete es herrlich nach Dill & Co. Zum Glück haben sich aber viele die Kräuterkörbchen dann wenigstens mitgenommen.

HOCHZEIT FEIERN: Welche Hochzeitsbräuche waren Bestandteil eures schönsten Tages?

Astrid: In der Früh wurde ich „Aufgeweckt“ … mit Gesang und Gitarrenbegleitung vorm Schlafzimmerfenster (im strömenden Regen). In der Kirche streuten vier Blumenmädchen bunte Blumen und Blüten vor die Braut, weitere vier Brautjungfern hielten nicht nur die bösen Geister von der Braut ab (so sagt es das Brauchtum), sondern schauten auch drauf, dass das Kleid nicht genau durch den schlimmsten Schmutz gezogen wurde. Am Abend wurde – nicht geplant, aber deshalb umso lustiger – die Braut und ihr Strauß entführt, im Anschluss wurde der Brautstrauß geworfen und auch das Strumpfband versteigert. Und nach dem Fest wurde ich noch ganz romantisch über die Schwelle getragen.

Zu Mittag gab es einen zweiten ungeplanten Brauch: Der Kellner in dem Lokal schüttete mir eben mal so ein Marillenpago über die Schulter!!!! Die verlegene russische Kellnerin versicherte mir, dass das in Russland für Glück und männlichen Nachwuchs steht! Na dann!

HOCHZEIT FEIERN: Noch mal zurück zur Hochzeitswebsite: Wir finden den „Lost und Found“-Bereich sehr originell, in dem unter anderen Brillen und Duschgel ihre Besitzer suchen. Konnten in der Zwischenzeit wieder alle Besitzer ausfindig gemacht werden?

Astrid:
Bis auf den Schnuller haben wir alles an den Mann/die Frau/das Baby gebracht 🙂 Ja, das mit der Website hat echt Spaß gemacht und auch super funktioniert. Wir haben unsere Gäste aber nicht nur über verlorene Dinge, sondern auch über zu lernende Liedertexte und dergleichen informiert.

Man muss allerdings dazusagen – so eine Hochzeitswebsite macht nur dann Sinn, wenn die Gäste das Medium kennen/nutzen. In unserem Fall fast zu 100%! 🙂

HOCHZEIT FEIERN: Was war für dich das schönste an eurem Hochzeitstag?

Astrid: Es hat so viele tolle Momente gegeben, die mir sofort wieder einfallen, wenn ich an diesen Tag denke. Das schönste war – und da spreche ich jetzt auch für meinen Mann 😉 – dass der ganze Tag genau so war, wie wir uns das vorstellt haben: locker, entspannt und lustig. Für mich als Braut war der schönste Moment, als Hannes mich in der Früh mit dem Strauß abgeholt hat. Nach der getrennten Nacht war das sehr emotional!

HOCHZEIT FEIERN: Wie immer unsere letzte Frage: Dein Tipp an alle zukünftigen Bräute?

Astrid: Lasst euch in keiner Minute der Vorbereitungszeit stressen! Macht es in eurem Tempo! Für uns als Brautpaar kann ich sagen, diese Zeit hat uns gefühlsmäßig noch ein Stückchen weiter zusammengebracht. Wir haben fast alles gemeinsam erledigt, angeschaut, besprochen, entschieden usw.

Richtigen Spaß in die Sache haben auch meine „besten Brautjungfern“ gebracht. Vom Probepoltern angefangen, bis zum echten Poltern, vom Mitfiebern über die sehr chaotische Hochzeitskleidlieferung bis hin zu den abendlichen Hochzeitsdekobastelstunden. Ohne meine Mädls hätte es nur den halben Spaß gemacht.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen Dank für den schönen Bericht über eure Hochzeit und alles, alles Gute für die gemeinsame Zukunft 🙂

 

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