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Thomas über seine Vera am Tag der Hochzeit: „Ich war überwältigt als ich sie gesehen habe.“

Vera und Thomas haben am 3. September eine traumhafte Hochzeit gefeiert. Ganz romantisch hat Thomas am Ende einer Allee auf seine Vera gewartet. Nach der standesamtlichen Trauung wurden die beiden mit einer Hochzeitskutsche überrascht. Es folgten noch viele schöne Momente. Vera und Thomas haben uns über die Zeit der – manchmal stressigen – Hochzeitsplanung und den großen Tag sehr persönlich erzählt.

HOCHZEIT FEIERN: Vera und Thomas, ihr habt am 3. September 2011 in Asten und Niederneukirchen geheiratet. Wann habt ihr euch an diesem Tag zum ersten Mal gesehen?

Vera: Wir haben uns vor Schloss Tillysburg (Nähe von St. Florian) zum ersten Mal gesehen. Thomas hat am Ende der langen Allee auf mich gewartet. Ich bin am Arm meines Vaters die Allee entlang zu Thomas gegangen und mein Vater hat mich traditionell an Thomas „übergeben“.

Thomas:
Ich war schon etwas früher dort, da ich noch den Brautstrauß vom Floristen geholt habe. Mit mir haben dann meine Eltern, die Brautjungfern, unsere Trauzeugen, Veras Mutter und ein paar Freunde auf Vera gewartet. Ich war überwältigt als ich sie gesehen habe.

HOCHZEIT FEIERN: Warum habt ihr euch in Tillysburg getroffen?

Vera:
Wir haben in Tillysburg unsere Paarfotos gemacht. Bei unserem „Paar Fotos“ fotografieren sollte die Familie anwesend sein und jeder, der beim ersten Aufeinandertreffen dabei sein wollte. Bei den richtigen Paar Fotos waren wir dann aber alleine mit drei Helfern.

HOCHZEIT FEIERN: Wie ist die Trauung dann genau abgelaufen?

Vera: Zunächst ging es nach dem Fotografieren ab aufs Standesamt nach Asten. Dort erfolgte die standesamtliche Trauung – kurz und bündig. Für uns war es ein rein formaler Akt, der dann doch sehr schön wurde aufgrund der Überraschung, die im Anschluss auf uns draußen wartete. Wir haben von meinen Eltern als Überraschung eine Kutschfahrt geschenkt bekommen. Das war einfach herrlich!
Bei der standesamtlichen Trauung waren wir vierzig Personen, also die engste Familie und die allerengsten Freunde.
Im Anschluss ans Standesamt erfolgte das Mittagessen und dann um 13:30 Uhr die kirchliche Trauung in Niederneukirchen.
Unser Gästebetreuungsteam waren die ersten, die sich vom Mittagessen zur Kirche auf den Weg gemacht haben – um bei der Kirche die Gäste zu empfangen. Mit Thomas ist dann auch die erste Feiergesellschaft abgefahren. Zur Kirche kamen dann alle unsere geladenen Gäste und „Braut-Schauer“. Ich kam erst ganz zum Schluss zur Kirche. Ich wollte, dass mich unsere Gäste erst in der Kirche beim Einzug sehen. (Wir machten den amerikanischen Einzug, sprich ich an der Hand meines Vaters.)

Thomas: Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dass der Zeitplan den Vera für den Tag erstellt hatte, perfekt gepasst hat.

HOCHZEIT FEIERN: Wie ging es nach der Trauung weiter?

Vera: Wir haben die Gäste gebeten draußen fürs Gruppenfoto zu warten. Als wir rauskamen aus der Kirche warteten alle in einem Spalier auf uns und es gab Seifenblasen und großen Jubel und Applaus für uns!

Thomas: Naja, nach der Kirche machten wir ein Gruppenfoto. Anschließend war dann die Agape am Dorfplatz. Es war sehr idyllisch dort. Danach verabschiedeten wir uns von einigen Gästen und es ging im Konvoi, der von uns im Oldtimerbus angeführt wurde, nach Asten zum Gasthaus Heimbauverein. Dort fand dann mit unseren Gästen, die nun aus Familie, Verwandtschaft und engen Freunden bestand, die Feier statt.

HOCHZEIT FEIERN: Warum habt ihr euch für einen Oldtimer und zusätzlich eine Hochzeitskutsche entschieden?

Vera: Nun ja, die Kutsche war eine Überraschung von meinen Eltern. Sie hat uns vom Standesamt in den nahe gelegenen Garten meiner Schwiegereltern gebracht. Dieses Geschenk war so herrlich! Ich hatte nie jemanden davon erzählt, aber mir immer heimlich eine Kutschfahrt gewünscht!

Thomas: Ich habe letzten Sommer eine Ferienaktion für Kinder veranstaltet, wo wir im Oldtimerbus gefahren sind. Vera hat mich dabei unterstützt. Da kam uns die Idee.

HOCHZEIT FEIERN: Thomas, du hast ja in einem ganz besonderen Outfit geheiratet. Wie kam es dazu?

Thomas: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Ich wusste immer, dass ich nie in einem normalen Hochzeitsanzug heiraten werde. Ich wusste auch, dass Vera England liebt und da dachte ich mir Cut, Zylinder und Gehstock, das wär mal was, was nicht jeder hat. Und ehrlich gesagt obwohl ich sehr selbstkritisch bin, fand ich mich selbst „MEGA“ in diesem Outfit 😉

HOCHZEIT FEIERN: Vera, du wusstest von Anfang an, wie dein Brautkleid in etwa aussehen sollte, oder hattest du keine bestimmte Vorstellung?

Vera: Ganz zu Beginn hatte ich nur die Vorstellung „Spitze“. Dann als ich die Hochzeitsmagazine durchblätterte, gefiel mir immer wieder derselbe Stil. Doch ich war total verunsichert, ob mir dieser überhaupt stehen und passen würde. Im zweiten Fachgeschäft bin ich fündig geworden, dort war es das erste Kleid, das ich probiert habe und der Stil und das Kleid, es passte einfach alles. Ich konnte es vorher nie glauben, wenn zu mir gesagt wurde: „Warte ab, du merkst wann es dein Kleid ist.“ Aber es ist tatsächlich so, man merkt es.

HOCHZEIT FEIERN: Wie viel Zeit hattet ihr für die Hochzeitsplanung? Gab es Momente, die ihr als stressig empfunden habt?

Vera: Mein Schatz hat mich Anfang Juni 2010 gefragt, ob ich ihn heiraten will, und von diesem Zeitpunkt an hat bei mir im Kopf die Planung bereits begonnen. Rein theoretisch hatten wir genug Zeit, also über ein Jahr. Praktisch sind wir auch noch übersiedelt, also stand die Grobplanung bereits vorm Siedeln – das waren so ca. neun Monate. Besonders die Woche vor der Hochzeit empfand ich als sehr stressig.

Thomas: Naja, es gab Tage da kam ich um 23 Uhr von der Arbeit heim und bastelte noch für die Hochzeit bis 3 Uhr früh. Aber es war auch eine schöne Erfahrung. Richtig stressig wurde es schon die letzten vier Tage davor. Gott sei Dank habe ich tolle Freunde, die von sich aus angerufen haben ob sie helfen können. Das machte es etwas leichter.

HOCHZEIT FEIERN: Habt ihr euch auch mal eine „Auszeit“ von der Hochzeitsplanung gegönnt?

Vera: Ja, beim Siedeln. 🙂

Thomas: Naja, manchmal empfand ich meinen Job als Auszeit 😉

HOCHZEIT FEIERN: Hatte eure Hochzeit ein bestimmtes Motto, Thema oder Konzept?

Vera: Ja, unsere Hochzeit stand unter dem Thema „Musik“. Es verbindet uns beide. Ich singe im Chor und mein Schatz singt Karaoke – leidenschaftlich gern. Ein weiteres Hobby von mir ist die Malerei. Also habe ich in den Spätsommerfarben Lila, Magenta, Bordeauxrot ein Aquarell gemalt, darauf befinden sich auch Noten udgl. In Gold.
Dieses Aquarell zieht sich durch die gesamte Papeterie – sprich Einladungen, Kirchenhefte „Pray & Playlist“, usw. aber auch unsere Hochzeitskerze ziert dieses Aquarell. Somit war auch das farbliche Konzept schnell klar und gegeben, welches dann auch  bei den Blumen und der Saaldeko umgesetzt wurde.

Thomas: Naja, Vera hat schon alles gesagt aber was für mich besonders schön war, war, dass in jedem Moment an unserem besonderen Tag die Handschrift von Vera wiederzufinden war. Das gab mir ein Gefühl von Sicherheit.

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HOCHZEIT FEIERN: Eure Hochzeit stand also unter dem Motto Musik. Welche Musik hattet ihr an eurem Tag?

Vera: In der Kirche spielte meine Tante auf der Orgel und der Chor Vocaltonic sang für uns. Bei der Agape unterhielt uns ein „kleines“ Ensemble der örtlichen Musikkapelle mit Liedern im Big Band Stil und bei der Feier am Abend hatten wir einen DJ.

Thomas: Der DJ am Abend war ein guter Bekannter von mir. Da er Karaoke-Veranstalter ist, war für mich klar, dass wir ihn für unsere Hochzeit engagieren würden. Da ich leidenschaftlich gern Karaoke singe,  ich Vera durch Karaoke kennengelernt habe, und wir uns bei Karaoke verlobt haben, wollte ich unbedingt dass es auch auf unserer Hochzeit Karaoke gibt.
Natürlich habe ich dann auf der Feier für Vera unser Lied „Bergwerk“ gesungen.

HOCHZEIT FEIERN: Euch waren Hochzeitsbräuche wichtig. Welche spielten bereits vor der Hochzeit eine Rolle?

Vera: Vor der Hochzeit ganz klar das Poltern – getrennt voneinander. Das Poltern mit meinen Polterdirndln war ein absolutes Highlight. Es war einfach nur ein Wahnsinn!!!! Wir haben in Tracht gepoltert und ich wurde sogar mit dem Traktor abgeholt.
Zwei Abende vor der Hochzeit haben wir einen Schwellbogen bekommen und ich dann sogar bei meinem Elternhaus auch nochmal einen am Tag vor der Hochzeit. Ganz liebe Freunde haben mir einen Schwellbogen (Rosen passend in den Hochzeitsfarben und mit Noten dran) am Freitag aufgestellt und mir auch noch das „Brautlied“ gesungen, dazu hat mein Chorleiter auf der Ziehharmonika gespielt.

Thomas: Das Poltern war schon wichtig, aber die Details dazu sind geheim. *gg* Und der Schwellbogen war auch etwas ganz besonders für mich. Es war ein sehr bewegender Moment für mich als uns meine Eltern und noch viele andere liebe Menschen, die da waren, damit überrascht haben. Ich schenkte reichlich Schnaps aus und es wurde zu Volksmusik aus dem CD-Radio getanzt. So was muss man erlebt haben.

HOCHZEIT FEIERN: Und am Tag der Hochzeit selbst?

Vera: Also ich hab ja getrennt von meinem Schatz in meinem Elternhaus übernachtet. Mein Tag begann als ich um 05:10 Uhr  „rausgeschossen“ wurde. Ebenso war mir wichtig etwas Altes, Neues, Geborgtes und Blaues dabei zuhaben. Alt war mein Schmuck, neu das Kleid, geborgt der Brautschirm und meine Brautjungfern haben sich mit blau auf der Schuhsohle unterschrieben. Auch dass mein Bräutigam mit dem Brautstrauß auf mich wartet, sowie das Anschneiden der Hochzeitstorte (wer hat die Hand oben) und der Eröffnungswalzer waren für mich  wichtige Traditionen.
Des Weiteren wurde mein Brautstrauß gestohlen, den ich dann wieder auslösen durfte. Im Anschluss wurde dann der „Brautstrauß“ (Wurfstrauß) geworfen.

Thomas: Ich wurde um 4:30 Uhr von einigen Wahnsinnigen, die sich meine Freunde schimpfen, sehr unsanft geweckt. Sie schlichen sich in die Wohnung und machten Lärm mit Hupen und Ratschen.
Vor dem Torte anschneiden holten mich noch meine Schwester und anschließend meine Mutter zur Seite, beide sagten zu mir, dass ich unbedingt, wenn wir die Torte gemeinsam anschneiden, die Hand oben haben muss. Denn bei uns bedeutet das, dass man später die Hosen in der Beziehung anhaben wird.
Was natürlich auch noch wichtig war, war, dass ich meine Braut um 4 Uhr früh über die Schwelle getragen habe.

HOCHZEIT FEIERN: Was war für euch der romantischste Moment an eurem Hochzeitstag?

Vera: Hm, es gab einige. Die Fahrt mit der Kutsche, und als wir uns am Abend zurück zogen und für 15 Minuten auf einer Gartenbank (extra schön geschmückt) ganz alleine nur für uns waren.

Ein weiterer wunderschöner Moment war der Luftballonstart, den wir von meiner Brautjungfer und Cousine geschekt bekommen haben. Das war einzigartig und wunderschön, noch dazu die weißen Ballons auf strahlend blauem Himmel! 🙂

Thomas: Für mich war das ein Moment in der Kirche als mich Vera angesehen und angelächelt hatte. Ich habe es vorher nicht für möglich gehalten aber für mich hat sich in der Kirche tatsächlich etwas verändert und zwar genau in diesem Moment.

HOCHZEIT FEIERN: Wohin geht’s in die Flitterwochen?

Vera & Thomas: Zunächst machen wir acht Tage lang eine Kreuzfahrt und besuchen dabei die kanarischen Inseln und im Anschluss daran bleiben wir noch vier Tage auf Teneriffa.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen, vielen Dank euch beiden für die ausführlichen Bericht über Eure Hochzeit und alles Gute fürs gemeinsame Leben 🙂

 

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