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Sonja über ihre Traumhochzeit: "Es war magisch."

Sonja und Hans-Peter haben am 16. Juli 2011 in Pabneukirchen in Oberösterreich ihre Traumhochzeit gefeiert. Sonja hat uns unter anderem von der totalen Umgestaltung der Hochzeitslocation (mit Vorher-Nachher-Fotos!), dem lustigen Eröffnungstanz, versteckten Weckern in der Hochzeitsnacht sowie dem sehr romantischen Hochzeitsgeschenk, das sie von ihrem Mann erhalten hat, erzählt. Das lange Interview ist jede Zeile wert. Die traumhaften Erzählungen über die Hochzeitsplanung und die Feier selbst sind wunderschön zu lesen.

HOCHZEIT FEIERN: Sonja, du hast uns geschrieben, du hattest eine „absolute Traumhochzeit“? Erzähl uns kurz mal, was deine Hochzeit zu einem absoluten Traum gemacht hat 🙂

Sonja: Alles hat damit begonnen, dass mir mein Traummann im September 2010 einen traumhaften Heiratsantrag gemacht hat. Gemeinsam konnten wir über zehn Monate unsere Traumhochzeit zusammenstellen. Wir haben unsere gemeinsamen Vorlieben und Wünsche in die Planung miteinbezogen. Eine gut durchdachte Planung, genaueste Organisation, Tages- und Zeitabläufe und die Mithilfe vieler lieber Menschen machten den wichtigsten Tag in unserem Leben zu einem absoluten Traum! Ein märchenhaftes Hochzeitskleid, blauer Himmel und Sonnenschein und viele liebe und fröhliche Menschen machten den Tag mehr als perfekt!

HOCHZEIT FEIERN: Wie ist euer Hochzeitstag abgelaufen?

Sonja: Mein Tag begann um 6:00 Uhr. Ich wurde von den Schützen geweckt! Mein Verlobter schlief in dieser Nacht, wie es der Brauch sagt, getrennt von mir. Um 6:30 Uhr kam meine Friseurin zu mir nach Hause. Das Haarstyling und Make-up konnte beginnen. Obwohl ich zum Probestecken war, funktionierte am Hochzeitstag nicht alles so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Meine Haare machten meiner Friseurin große Probleme und die Frisur wollte einfach nicht sitzen. Ohne zu überlegen zerstörte meine Friseurin die Frisur und begann von vorne. Plötzlich wurde alles etwas hektischer, denn die Zeit lief uns davon. Es blieben nur mehr 30 Minuten Zeit, bis mein Verlobter mich abholen würde. Aber es ging sich alles aus. Um 9:00 Uhr wurde ich mit Hilfe meiner Mama angekleidet, das Alte, Neue, Geborgte und Blaue waren an mir und um 9:15 Uhr kam mein Verlobter mit dem Brautstrauß und der Morgengabe zu mir nach Hause und sah mich das erste Mal. Er war sehr erstaunt und ich konnte seine Begeisterung spüren.

Der nächste Programmpunkt waren die Paarfotos. Diese begannen in einem wunderschönen Feld in Pabneukirchen, anschließend machten wir tolle Fotos in einem traumhaft schön gestalteten Garten und danach ging es auf das Schloss „Greinburg“. Wir hatten knapp drei Stunden Zeit um so viele Fotos wie möglich zu machen. Um 12 Uhr ging es zurück zu meinem Elternhaus, wo wir schon von Verwandten und Freunden herzlich empfangen wurden. Der Autokorso wurde zusammengestellt und um 13:15 Uhr fuhr dieser hupend in den Markt, wo all die anderen geladenen Gäste bereits warteten. Dieser Moment, als wir dann vom Oldtimer ausstiegen, war magisch. Alle Gäste freuten sich, das Brautpaar das erste Mal sehen zu können.

Wir begrüßten alle Gäste persönlich und gleich danach stellte der Wirt den Zug zur Kirche auf. Mein Papa und ich gingen natürlich ganz hinten, der Schleier verdeckte mein Gesicht. Weit kamen wir jedoch nicht, da die Schützen die Straße bereits abgesperrt hatten und wir nun Aufgaben zu lösen hatten, um zu beweisen, dass wir bereit für die Ehe sind. Nach dem Absperren ging es dann weiter Richtung Kirche. Alle Gäste nahmen Platz, nur mein Papa und ich warteten draußen. Denn bei unserem Einzug wurde der Hochzeitsmarsch gespielt und mein Papa hat mich meinem zukünftigen Mann beim Altar übergeben.

Es folgte nun eine wunderschöne, persönliche Hochzeitsmesse mit wunderschöner Musik. Freudentränen ließen sich jetzt nicht mehr zurückhalten. Gekrönt wurde die Messe von unserem Freund Herwig (Sänger von „OPUS“), der „Flying high“ für uns sang! Nach der Hochzeitsmesse wurde von allen Gästen ein Spalier gemacht, wir zogen als letzter mit den Blumenmädchen aus und wurden mit viel Reis beworfen.

Als nächstes gab es das Gruppenfoto. Einmal „normal“ und einmal wurden alle Gäste in Form eines Herzens aufgestellt. Die Fotografin machte vom 3. Stock ein sensationelles Foto.

Jetzt ging es ins Gasthaus, wo schon einige Musiker der Musikkapelle warteten. Die drei ersten Tänze und das Übergeben der Braut vom Zubräutigam an den Bräutigam waren nach Brauchtum jetzt an der Reihe.

Es folgte nun das Gratulieren der Gäste, danach das Genießen des Hochzeitmenüs, das Fotografieren mit den Verwandten und Zubrautleuten, das Anschneiden der Hochzeitstorte, der Eröffnungstanz und das Plaudern mit den Gästen. Die Band „Reloadet“ heizte die Stimmung an und viele, viele lustige Stunden standen uns bevor.

Ein Freund von uns, Herwig (Sänger von „OPUS“) war natürlich an unserem großen Tag auch bei uns. In der Kirche überraschte er uns mit „Flying high“ und irgendwann während des Abends, ging er zur Band und sang mit ihnen mit. Natürlich wollten alle Leute nur eines hören: „Live is life“. Die Band war so spontan und stimmte mit ein. Die Gäste, und natürlich wir beide, waren total begeistert.

Um ca. 22 Uhr wurde ich dann von einem Freund gestohlen und in ein benachbartes Gasthaus entführt. Es folgten beinahe alle Gäste nach und mein Papa auf der Gitarre, Erich mit der Trompete und ein Bekannter auf der Ziehharmonika spielten viele Stimmungslieder, bis der Bräutigam kam und die Braut auslösen musste. Die Spiele waren sehr unterhaltsam. Fröhlich ging es dann wieder ins Gasthaus zurück, wo bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert wurde.
Wir haben es geschafft, 24 Stunden zu feiern, ohne einen Anflug von Müdigkeit. Und wir haben es geschafft, die letzten auf unserer eigenen Hochzeit zu sein!

Unsere Hochzeitssuite wurde liebevoll von einer Angestellten des Gasthauses dekoriert und Freunde ließen es sich nicht nehmen, den Lattenrost rauszunehmen und drei Wecker zu stellen. Jedoch stellte dies kein Hindernis im Hinblick auf die Hochzeitsnacht dar 🙂

HOCHZEIT FEIERN: Wie viel Zeit hast du für die Hochzeitsvorbereitungen in Summe gebraucht?

Sonja: Von September 2010 bis Juli 2011. Also knapp elf Monate.

HOCHZEIT FEIERN: Hattest du Unterstützung durch Familie und Freunde?

Sonja: Glücklicherweise konnte ich mich auf meinen Verlobten verlassen und meine Eltern standen mir all die Monate mit Rat und Tat rund um die Uhr zur Seite und haben mir vieles an Organisation abgenommen. Meine Freunde waren da um nachzufragen wie es mit der Planung vorangeht und drei Tage vor der Hochzeit halfen sie mir bei der Umdekorierung des Gasthauses.

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HOCHZEIT FEIERN: Was war für dich das schönste Erlebnis während der Vorbereitungen für die Hochzeit?

Sonja: Die gesamte Vorbereitungszeit war unvergesslich für mich. Da gibt es viele schöne und besondere Momente. Es ist einfach schön zu wissen, dass man als Paar gemeinsam an einem Strang zieht und den Hochzeitstag zum schönsten Tag im gemeinsamen Leben macht!

Ein ganz besonderer Augenblick war natürlich das Aussuchen des Brautkleides mit meiner Mama und meiner Zubraut und das Abholen der Eheringe. Berührt hat mich auch, als ich die Lieder für die Trauungsmesse das erste Mal hören konnte.

Am Vorabend der Hochzeit bekam ich dann noch eine besondere Überraschung: Ich wollte schon schlafen gehen, (wir schliefen am letzten Abend natürlich getrennt!) als ich plötzlich eine Trompete spielen hörte. Ich konnte es kaum fassen! Unter dem „Schwibogen“ standen Maria und Erich mit ihrer Tochter und spielten mir das „Brautlied“! Danach stießen wir mit einem Gläschen Sekt auf den Hochzeitstag an. Sie kamen extra mit ihrem Baby um 21:30 Uhr vom 25 km entfernten Schwertberg. Der Moment wird mir immer in Erinnerung bleiben!

HOCHZEIT FEIERN: Das Erstellen der Gästeliste ist oft ein heikles Thema. Wie war das bei euch?

Sonja: Für uns war die Gästeliste kein Problem, da wir wussten, dass wir die Menschen einladen würden, mit denen wir Kontakt haben und die uns etwas bedeuten. Denn schließlich ist es unser Tag!

HOCHZEIT FEIERN: Du hast die Location total umgestaltet. Wie genau können wir uns das vorstellen?

Sonja: Der Saal des Gasthauses ist schon etwas älter und die dunklen Vorhänge, die kahlen Wände und  die Farbe der Sitzfläche der Sessel waren für mich nicht sehr ansprechend. Deshalb wurden mit Erlaubnis der Besitzer alle Vorhänge abgenommen und durch weiße Vorhänge mit Dekospangen ersetzt. Die Wände wurden mit riesigen schwarz-weißen Postern (besondere Bilder von uns) beklebt und die Sessel wurden mit weißen Stuhlhussen überzogen. Der Saal erstrahlte in einem atemberaubenden Weiß und machte den Raum heller und größer. Abgerundet wurde die Deko mit einer „Wolke“ am Stiegenaufgang, Schmücken des Handlaufs mit Bändern und mit Rosen geschmückt, einer Lichterkette und einer „Just married“ Girlande über dem Eingang in die Bar.

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HOCHZEIT FEIERN: Ihr hattet auch eine ganz besondere Überraschung für eure Gäste?

Sonja: Genau. Wir wollten bei unserer Hochzeit keinen langweiligen Walzer tanzen, deshalb hatten wir uns einen lustigen Eröffnungstanz ausgedacht. Das war über all die Monate unser Geheimnis und wurde niemandem verraten. Das war mit der Zeit furchtbar schwierig!

Wir begannen mit einer offenen Walzerfigur zu „An der schönen blauen Donau“ bis wir schließlich ein paar Takte Walzer tanzten. Dann aber blieb der Walzer an einer Stelle hängen, wir tanzten immer an der gleichen Stelle, bis plötzlich unser Medley mit „Looking for freedom“ begann und nun folgte ein Lied und ein Tanz dem anderen. Die Leute waren begeistert, klatschten, sangen und freuten sich sichtlich. Ein tosender Beifall zeigte uns schließlich, dass sich die Arbeit gelohnt hatte und wir unsere Gäste überraschen und unterhalten konnten. Das machte uns beide sehr glücklich. Für Bekannte, die erst am Abend zur Hochzeit kamen, tanzten wir unseren Eröffnungstanz sogar ein zweites Mal!

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HOCHZEIT FEIERN: Wie bereits erwähnt hast du dich an den Hochzeitsbrauch „Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ gehalten. Was hast du dazu verwendet?

Sonja: Das Alte war ein sehr schöner und alter Weißgoldring mit einer Perle von meiner Oma, das Neue war das Brautkleid, das Geliehene war ein Stofftaschentuch aus Frankreich von meiner Zubraut und das Blaue war das Strumpfband, geschenkt von meiner Freundin Maria.

HOCHZEIT FEIERN: Hast du auch ein Hochzeitsgeschenk von deinem Mann bekommen?

Sonja: Oh ja, und zwar ein ganz Besonderes. Nach dem Brautstehlen erwartete mich im Gasthaus eine Überraschung. Mein Mann hatte eine unglaublich unvergessliche Foto-Präsentation zum Lied „Ich weiß was ich will“ von Udo Jürgens vorbereitet. Text und Foto passten immer perfekt zusammen. Danach gab es noch einen Rückblick auf all die besonderen Momente in unserem Zusammenleben. Dieser Moment hat mich sehr berührt und mir gezeigt, wie groß die Liebe von Hans-Peter zu mir ist. Freudentränen, Glücksgefühle und Schmetterlinge im Bauch begleiteten diese traumhafte Präsentation!

HOCHZEIT FEIERN: Die Zeit der Hochzeitsplanung ist oft sehr stressig. Was kannst du Paaren raten, damit die Hektik nicht Überhand nimmt und Zeit für gemeinsame Vorfreude bleibt?

Sonja: Unbedingt bald genug mit der Planung beginnen. Wir hatten über zehn Monate Zeit und verspürten überhaupt keine Hektik. Was man unbedingt braucht, ist ein verständnisvoller Verlobter, der einem alle Wünsche erfüllen lässt! Und wie gesagt viele Menschen, die einem beistehen.

HOCHZEIT FEIERN: Wie immer unsere letzte Frage: Dein Tipp an alle zukünftigen Bräute?

Sonja: Genießt die Zeit so intensiv wie möglich! Scheut euch nicht, eure Träume wahr zu machen! Die Planung und Organisation (Helfer am Hochzeitstag) sind das um und auf! Eure Helfer sollen am Hochzeitstag über den Tagesablauf informiert sein. Lasst euch so viel wie möglich am Hochzeitstag abnehmen. Wir konnten unseren Tag in vollen Zügen genießen. Genießt jede Sekunde, denn ihr werdet sehen, der Tag geht viel zu schnell vorbei. Deshalb mein letzter Tipp: Unbedingt die Hochzeit vom Wecken bis zum Heimspielen filmen lassen. Dann kann jeder Tag auf der Couch wieder zu eurem Hochzeitstag werden.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen, vielen Dank für deine Antworten und die Fotos. Wir wünschen euch beiden eine wunderschöne gemeinsame Zukunft 🙂

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