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Lydia über ihre Hochzeit: „So viel Freude und Glück an einem Tag“

Eine Hochzeit mit einer großen Überraschung für die Gäste hat Lydia am 30. April 2011 gefeiert. Die Hochzeitsgesellschaft wartete in Gmunden (Oberösterreich) auf die Braut. Doch Lydia war in Salzburg, wo am Ende auch die Hochzeit gefeiert wurde. Im Rahmen einer sehr persönlichen Zeremonie, die nicht nur wegen der Sitzordnung außergewöhnlich war.

Lydia hat uns den Ablauf der etwas anderen Hochzeit geschildert. Sie hat uns auch über den schönsten Moment erzählt und uns verraten, für was sie und ihr Mann sich länger Zeit hätten nehmen sollen. Ihr Tipp an alle zukünftigen Bräute: Genießen und nicht aus der Ruhe bringen lassen!

HOCHZEIT FEIERN: Lydia, du hast erst vor kurzem, am 30. April, geheiratet. Kannst du in ganz wenigen Worten beschreiben, wie das Gefühl ist, wenn du an die Hochzeit zurück denkst?

Lydia: Eigentlich ist es unbeschreiblich! Ich bekomme Gänsehaut und ich muss unwillkürlich lächeln. So viel Freude und Glück an einem Tag habe ich nur selten erlebt.

HOCHZEIT FEIERN: Ihr habt ja für eure Gäste eine ganz besondere Überraschung gehabt. Alle kamen nach Gmunden, um mit euch Hochzeit zu feiern. Doch geheiratet wurde in Salzburg. Wie lief das genau ab?

Lydia: Unsere Gäste wurden in Gmunden von meinem Mann gebeten in einen Oldtimerbus zu steigen, der sie nach Salzburg brachte. Dort warteten bereits meine Schwägerin und ich, denn die Trauung fand im Standesamt im Schloss Mirabell statt. Als weitere Überraschung hatten wir eine Zeremonie im Hotel Stein geplant um unserem „JA“ einen festlicheren Rahmen zu geben. Zuvor bekamen aber unsere Gäste noch eine kleine Stärkung auf der Stein-Terrasse, und mein Mann und ich nutzten diese Zeit für die Fotos von uns beiden.

Anschließend begann eine wunderschöne Zeremonie im Rahmen unserer Familie, die ganz auf uns abgestimmt war. Nach dieser wirklich wundervollen Feier fuhren wir alle gemeinsam mit dem Oldtimerbus zurück nach Gmunden zu den Autos, und von da aus gemeinsam nach St. Georgen ins Gasthaus, wo mit Freunden und Familie gefeiert wurde.

HOCHZEIT FEIERN: Wie unterscheidet sich eine Zeremonie zu einer kirchlichen Trauung?

Lydia: Ich denke der deutlichste Unterschied zu einer kirchlichen Trauung ist, dass wirklich jedes Detail auf das Brautpaar, auf uns, abgestimmt war. WIR haben die Musik gewählt, WIR haben unsere Texte gewählt, und auch UNSER Wunsch, spezielle Elemente einzubauen, bei denen auch unsere Gäste eine kleine Aufgabe hatten, wurde umgesetzt. All dies wurde in mehreren Gesprächen im Vorfeld mit Ute, unserer Ritualsleiterin, besprochen und erarbeitet. In einem dieser Treffen haben wir sogar unser eigenes Eheversprechen entworfen. Ebenso fanden unser Kennenlernen und Teile unseres Lebens Platz in dieser Zeremonie durch Worte von Ute.

Auch die Sitzordnung war bei uns ganz anders, da wir nicht, wie in einer Kirche die Gäste hinter uns hatten, sondern in einem Sesselkreis um uns herum. Ich denke so persönlich und individuell kann keine kirchliche Trauung gestaltet werden. Die Zeremonie selber wurde von Ute, der Ritualsleiterin, eingeleitet, indem sie unseren Gästen sagte, was sie nun erwartet. Erst danach kamen mein Mann und ich dazu und fanden unseren Platz in Mitten unserer Liebsten und feierten eine wunderschöne Zeremonie.

HOCHZEIT FEIERN: Auf Grund der Überraschung was den Ort der Trauung betrifft, war die Planung sicherlich sehr schwierig. Wie habt ihr das geschafft, alles geheim zu halten? War jemand in den Plan eingeweiht?

Lydia: Jetzt musste ich kurz lachen. Das war glaube ich das schwierigste von allem, denn gerade meine Mutter ist sehr neugierig und stellte viele Fragen zu unserem Tagesablauf. Wir versuchten einfach so gut wie möglich Fragen dazu aus dem Weg zu gehen. Doch zum Glück gab es nach einiger Zeit nicht mehr allzu viele davon. Eingeweiht wurden nur Wenige. Zum Einen mein Schwager und seine Frau, die uns bei Organisatorischem behilflich waren, und zum Anderen  vier Personen, die vorbereitet sein mussten auf die lange Zeit unterwegs (Mütter mit kleinen Kindern, eine Schwangere…).  Sonst wusste niemand etwas von unserem Vorhaben. Dafür war die Überraschung groß, und mein Vater meinte noch im Bus als dieser auf die Autobahn auffuhr, dass er es jetzt wirklich glaubt.

HOCHZEIT FEIERN: Hast du für zukünftige Bräute einen besonderen Tipp was die Hochzeitsplanung betrifft?

Lydia: Ich würde jeder zukünftigen Braut raten nicht alles bis ins kleinste Detail zu planen, denn je mehr geplant wird, desto mehr kann schief gehen. Viel einfacher ist es einen groben Plan zu haben und den Tag auf einen  zukommen zu lassen, denn es wird so oder so ein wundervoller Tag! Man sollte aus allem was kommt das Beste machen und den Tag genießen, denn das ist das wichtigste! Keiner erwartet Perfektion. Das macht einen nur selber unnötigen Stress.

HOCHZEIT FEIERN: Was war für dich der schönste Moment am Hochzeitstag?

Lydia: Es gab viele wunderschöne Momente. Aber der erste wunderschöne Moment an diesem Tag war, als mich mein Vater über die Treppe in den Mirabell Garten zu meinem Mann führte und ich auch unsere Gäste gesehen habe. So viel Gefühl, so viele strahlende Gesichter. Das war überwältigend!

HOCHZEIT FEIERN: Gab es etwas, was du im Nachhinein betrachtet, heute anders machen würdest?

Lydia: Ja. Ich hätte gerne mehr Zeit für die Fotos gehabt. Das kam leider etwas zu kurz, durch unseren knappen Zeitplan in Salzburg. Dennoch hat es unsere Fotografin Siegrid Cain geschafft den Tag mit wunderschönen Bildern festzuhalten!

HOCHZEIT FEIERN: Brautpaare erzählen immer wieder, dass am Hochzeitstag so viel los war, sodass sie viele Momente gar nicht mitbekommen haben. Erst auf Fotos oder durch Erzählungen von anderen wurden sie darauf aufmerksam. Wie ist es dir dabei ergangen?

Lydia: Das ist schwierig zu beantworten. Zum Einen weiß ich, dass ich etwas verpasst habe, da ich bei der Fahrt nach Salzburg nicht dabei war. Zum Anderen weiß ich aber auch, dass ich „meinen“ Teil des Tages sehr bewusst erlebt habe. Dennoch kann man nicht an allen Orten gleichzeitig sein. Aber rückblickend kann ich behaupten, dass es gut war so wie es war, und man nicht immer ALLES erleben muss um einen wunderschönen Tag zu erleben.

HOCHZEIT FEIERN: Dein Tipp an alle zukünftigen Bräute?

Lydia: Wenn der Tag da ist genießt ihn und lasst euch durch nichts aus der Ruhe bringen! Es gibt für alles eine Lösung, oder man kann zumindest aus allem das Beste machen. Man ärgert sich im Nachhinein nicht über eine kaputte Strumpfhose, oder einen Fleck im Kleid … Aber man ärgert sich über sich selbst, wenn man sich dadurch den Tag vermiesen hat lassen 😉

HOCHZEIT FEIERN: Herzlichen Dank für deine Antworten 🙂

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