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Die Braut, sie sich in einem Monat traut

Am 1. September wird Sophie* kirchlich heiraten. Uns hat die Braut erzählt, auf was sie sich am meisten freut und was ihr noch Kopfzerbrechen bereitet. Von Überlegungen zum Haarschmuck bis hin zum Nachtelefonieren der Gäste reichen die Punkte auf der To-Do-Liste. Besonders süß finden wir den Versuch von eigenen Langzeitprognosen fürs Wetter 🙂

Schon nervös?

Sophie: Ja, schon. Wir hatten ja die standesamtliche Trauung schon vor zwei Wochen und danach war ich sehr entspannt. Das war schon so ein schöner Tag, dass ich mir dachte die kirchliche Trauung  wird ohnehin nur mehr eine Draufgabe. Allerdings hat seit drei Tagen die Nervosität wieder ziemlich zugenommen. Man denkt schon sehr viel bis fast dauernd an das große Ereignis: Was man noch alles zu erledigen hat, wie man aussehen wird, ob für die Gäste alles klar ist und natürlich ans Wetter. Ich versuche schon Langzeitprognosen für den 1. September zu finden. Laut 100jährigem Bauernkalender wird es sonnig!! Jedenfalls muss ich mich wieder etwas beruhigen, sonst bin ich bis Ende August ein Nervenbündel 🙂

Werden die Tage bis zur Hochzeit schon gezählt?

Sophie: Nein, eigentlich nicht. Nur heute Morgen als im Radio gesagt wurde, dass heute der letzte Tag im Monat Juli ist, habe ich zu meinem Mann gesagt, in 30 Tagen ist es soweit. Ein Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Schließlich fiebern wir den Tag jetzt schon seit acht Monaten entgegen und irgendwie kann ich es doch noch nicht glauben, dass es bald soweit ist.

Haben bereits alle Gäste auf die Einladung reagiert?

Sophie: Leider sind noch ein paar Rückmeldungen offen.  Allerdings haben die Letzten die Einladung erst vor einem Monat erhalten. Es gibt immer noch ein paar Gäste, die noch nicht fix zugesagt haben. Eine Freundin von mir erwartet ein Baby und weiß noch nicht 100% wie es ihr geht und ob sie es schafft, andere sind gerade Eltern von Zwillingen geworden und wissen noch nicht wie die Situation in vier Wochen aussieht, etc. Ich hoffe allerdings, dass ich bald alle Rückmeldungen zusammen habe. Ich war ja als „Geladene“ auch immer ein bisschen nachlässig mit der eigenen Zusage. Wenn man allerdings selber ein großes Fest organisiert merkt man erst wie mühsam das ist, wenn man dann selber beginnen muss hinterher zu telefonieren.

Sitzordnung fertig?

Sophie: Ein erster grober Plan steht – dieser wird aber wahrscheinlich noch ein paar Mal verworfen und neu erstellt.  Morgen gibt es noch einmal ein Treffen mit dem Caterer im Veranstaltungsraum damit wir die Raumeinteilung und Tischgröße besprechen können. Wir bekommen runde Tische und daher können wir auch immer nur maximal acht bis zehn Leute an einen Tisch setzen. Ich denke den finalen Plan wird es erst im letzten Moment geben. Die Sitzordnung ist wirklich ein ziemlich schwieriges Thema – man möchte schließlich, dass sich alle Gäste rundherum wohl fühlen. Aber bei uns wird es ja auch einen „Lounge-Bereich“ und eine große Tanzfläche geben. Daher  hoffe ich, dass sich nach dem Essen die Leute sowieso „vermischen“.

Brautkleid schon abgeholt?

Sophie: Mein Kleid habe ich Anfang März bestellt und Mitte Juli kam es dann auch erst. Ich war jetzt noch einmal zur Anprobe für die Änderungen. Es passt sehr schön, daher muss es eigentlich mehr oder weniger nur gekürzt werden. Eine Woche vor der Hochzeit geht es noch einmal ins Brautmodengeschäft zur finalen Anprobe und dann wird es hoffentlich gleich mitgenommen. Im Moment beschäftigt mich das Thema Schuhe (Wie lange halte ich durch bis ich auf Ballerina wechsle?), Haarschmuck und passender Schmuck zum Kleid. Bei der letzten Anprobe möchte ich dann vor allem noch den Schmuck mit dem Kleid probieren um zu sehen, ob auch wirklich alles so zusammen passt wie ich mir das vorstelle.

Probetermin für Hochzeitsfrisur schon gehabt?

Sophie: Nein, der ist zwei Wochen vor der Hochzeit. Da bekomme ich auch gleich noch einmal Farbe und Schnitt verpasst. Bin schon gespannt, was es wird. Wie schon erwähnt, bin ich mir ja noch total unschlüssig bezüglich Haarschmuck. Drei Varianten (Haarreif, Fascinator, Spange) habe ich schon zu Hause und am liebsten würde ich mindestens noch einmal drei bestellen – nur um sicher zu sein. Allerdings ist meine Friseurin total nett. Sie hat mich total beruhigt und meinte beim Probefrisieren wird sehr schnell klar was einem dann gefällt und was nicht. Aber ich bewundere die Bräute, die von Anfang an genaue Vorstellungen über Kleid und alle Accessoires haben. Bei mir ist das bis jetzt nicht der Fall. Wahrscheinlich bin ich am Hochzeitstag selber überrascht wofür ich mich entschieden habe.

Dinge, die noch Kopfzerbrechen bereiten?

Sophie: So ziemlich alles :-): Kleid, Haare, Schmuck, Schuhe, Gästeliste, Deko, … Nein, im Großen und Ganzen ist ja alles erledigt, aber es gibt eben noch viele Kleinigkeiten an die man denken muss.

Irgendwas dabei, das nervt?

Sophie: Im Moment eigentlich nicht mehr. Die Phase wo mich mal alles genervt hat und ich keine Hochzeitssachen mehr sehen konnte ist schon ein paar Wochen her. Im Moment überwiegt doch die Vorfreude.

Am meisten freue ich mich auf:

Sophie: Auf ganz Vieles: Zu allererst auf meinen Mann, wenn er mich zum ersten Mal im Kleid sieht und den Spaß den wir gemeinsam an diesem Tag haben werden.  Und ganz einfach auf die vielen lieben Gäste, die mit uns feiern.  Ich kann es kaum noch erwarten.

* Name auf Wunsch der Braut geändert.

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