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Ratgeber Eheringe – Eine Materialübersicht

Die Auswahl der Eheringe spielt bei den Hochzeitsvorbereitungen eine maßgebliche Rolle. Da der Trauschmuck nach der Trauung täglich getragen wird, sollte er sowohl optisch als auch qualitativ überzeugen. Neben der Verarbeitung muss dem Material die höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Denn egal ob Gold, Platin oder Silber, jedes Material bringt individuelle Eigenschaften mit sich. Der nachfolgende Ratgeber enthält die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Materialien, um die Entscheidung zu beschleunigen.

Empfehlung Anprobe

Auch wenn das Angebot online mittlerweile sehr groß ist, raten wir dazu Eheringe vor Ort bei einem Juwelier persönlich anzuprobieren. Erst bei der Anprobe lässt sich klären, ob ein Ehering den Ansprüchen in Sachen Tragekomfort, Gewicht, Formgebung und Design gerecht wird. Viele Juweliere bieten die Möglichkeit sich vorab online über das individuelle Angebot zu informieren, um bei einem anschließenden Termin im stationären Handel schneller und leichter das perfekte Modell zu finden. Als Beispiel dient der Juwelier Wempe in Wien, wo Paare im Juweliergeschäft in der Kärntner Straße ausgewählte Trauringe anprobieren können, nachdem sie sich auf der Wempe Internetpräsenz einen Überblick zum Produktarrangement verschafft haben. Die persönliche Beratung durch kompetente Schmuck-Fachverkäufer ist bei der Investition in hochwertige Eheringe und insbesondere hinsichtlich Größe, Breite sowie Textur von Vorteil. Geeignete Fachgeschäfte gibt es in Österreich in jeder Region mit unterschiedlichstem Sortiment. Wer sich rechtzeitig mit den Eigenschaften der Materialien auseinandersetzt, kann sich die Anprobe massiv erleichtern.

Gold – edel und klassisch

Der Klassiker unter den Materialien für Eheringe ist Gold. Es steht für Zeitlosigkeit, Unvergänglichkeit und Qualität. Farbliche Akzente lassen sich mit Rotgold, Weißgold oder Gelbgold setzen. Wer auf die Wertigkeit von Gold nicht verzichten möchte, aber dennoch auf den silberartigen Look besteht, greift zu Weißgold. Hierbei wird der Goldlegierung mit metallischen Legierungspartnern die typische goldene Farbe entzogen. Das Ergebnis ist ein platinähnlicher Glanz. Brautpaare mit hellerer Haut und blonden Haaren sind mit Weißgold gut beraten. Über den tatsächlichen Goldgehalt und die genaue Zusammensetzung des Material sagt die Bezeichnung Weißgold nichts aus.

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Ein qualitatives Merkmal ist die Rhodium-Schicht. Ist diese Schutzschicht des Schmucks minderwertig, trägt sich das Material ab und der schicke Glanz lässt schnell nach. Goldlegierungen von 950, 750 und 585 sind empfehlenswert. 585 Weiß hat beispielsweise einen Goldanteil von 58,5 Prozent, was 14 Karat entspricht. Grundsätzlich gibt es Weißgold bis maximal 21 Karat und damit einem Feingehalt von 875. Gelbgold passt hervorragend zu Menschen mit dunklerem Hauttyp oder rotblonden Haaren. Je mehr Karat Gelbgold aufweist, desto teurer der Schmuck. Die Karat-Angaben verraten die Reinheit des Materials. Die folgende Tabelle mit Angaben zu Goldanteil und Karat dient der Orientierung:

Bezeichnung Goldanteil Karat
Gold 333 33,33 Prozent 8
Gold 375 37,5 Prozent 9
Gold 585 58,5 Prozent 14
Gold 750 75 Prozent 18

 

Soll der Ehering besonders auffallen, wäre Rotgold die ideale Wahl. Eine Legierung mit Kupfer verleiht dem Goldring die charakteristische Färbung.

Platin – langlebig und teuer

Bei Platin handelt es sich um ein besonders edles und seltenes Edelmetall. Hierbei müssen Eheleute keinerlei Kompromisse in Sachen Qualität und Optik eingehen, denn die Oberfläche bleibt lange makellos. Platin hat den weiteren Vorteil, dass es für Allergiker sehr gut geeignet ist. Der Reinheitsgehalt liegt bei 950 und damit höher als bei Gold. Dank hypoallergenen Eigenschaften ideal für empfindliche Haut. Hinzu kommt, dass Platinringe weder dunkler werden noch anlaufen. Optisch sind kaum negative Veränderungen zu erwarten. Nachteilig an Platin ist der hohe Preis.

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Palladium – leicht, günstig, schick

Palladium ist die günstige und leichtere Alternative zu Platin. Es gehört zur Gruppe der Platinmetalle. Der Preis für Palladium entwickelt sich positiv für Verbraucher. Farblich kann Palladium mit Platin 600 verglichen werden. Hinsichtlich Härte und Abriebeigenschaften hält Palladium durchaus mit Platin mit.

Titan – körperfreundlich, leicht und stabil

Das aus der Raumfahrttechnik und Medizin stammende Edelmetall Titan gewinnt im Bereich Eheringe an Popularität und wiegt nur halb soviel wie Edelstahl. Das Material ist beständig, ästhetisch, leicht und körperfreundlich. Dank der guten Bioverträglichkeit optimal für Allergiker und empfindliche Haut.

Silber – modern und elegant

Silber spricht viele Paare aufgrund der zeitlosen und geschmackvollen Optik an. Das Edelmetall ist günstiger als Gelbgold, Platin sowie Weißgold. Dank verschiedenster Faktoren wie Oberflächenverarbeitung, Gravuren und Edelsteinen lassen sich Silberringe markant aufwerten.

Edelstahl – robust und preiswert

Das robuste und strapazierfähige Edelstahl verbindet Qualität mit einem attraktiven Preis. Im Vergleich zu kostenintensiven Ringen aus Platin oder Gold sind Edelstahl-Alternativen wesentlich günstiger zu haben. Ist die Verarbeitung hochwertig, kann Edelstahl-Schmuck optisch an Weißgold oder Silber erinnern. Allergiker sollten bei Edelstahl-Schmuck klären, ob Nickel verarbeitet wurde. „Einige Stunden bis Tage nach Hautkontakt zu nickelfreisetzenden Gegenständen kommt es an der entsprechenden Hautstelle zu Juckreiz und Hautveränderungen“, so der Warnhinweis in einem Artikel der Onlineausgabe der Apotheken-Umschau. Die Bezeichnung Edelstahl 316L deutet auf hautverträgliches Material hin.

Oberflächen

Die Oberflächen von Trauringen können bei sämtlichen Materialien mit diversen Verarbeitungstechniken versehen sein. Ein Überblick:

  • glatt poliert
  • mattiert
  • sandgestrahlt
  • gehämmert

Doch egal für welche Oberflächenstruktur sich Eheleute entscheiden, Tragespuren sind nach einer gewissen Zeit nicht auszuschließen. Fachkundige Juweliere sind in der Lage den hochwertigen Schmuck mit speziellen Verfahren zur Oberflächenbearbeitung in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

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Weitere Auswahlkriterien

Neben dem Material gibt es weitere Kriterien, die bei der Ringauswahl zu beachten sind. Der Tragekomfort wird unter anderem vom Profil und der Ringform beeinflusst. Ausschlaggebend ist die Innen-Bombierung. Damit ist die innere Wölbung des Rings gemeint, die je nach Formgebung ein angenehmes Aufsetzen und Tragen des Schmuckstücks erlauben. Scharfe Kanten sind zu meiden, da sie beim Händeschütteln schmerzhaft und unangenehm sind.

Weitere Hilfestellungen zum Thema Eheringe haben wir hier arrangiert.

Quelle Bilder von oben nach unten: erge, Raphigrafie, FrankWinkler und gp

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